Neue Abteilung: Jugend-Prellball beim ATV Berlin

Ab 6. März ist es so weit: Der in Kreuzberg beheimatete ATV Berlin bietet in Kooperation mit dem Förderverein PrellballProjekt Berlin e.V. Prellballtraining für Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungs, zwischen 8 und 14 Jahren an – und versucht, an die gute alte Prellballtradition des Clubs anzuknüpfen. Trainer sind die beiden jungen Bundesligaspieler Jannik Fritz (VfL Waiblingen) und Thore Knoop (TuS Aschen-Strang), die in Berlin leben und ihrerseits beim Charlottenburger TSV trainieren.

Alle Kinder, die diesen tollen Sport kennenlernen wollen, sind auch ohne vorherige Anmeldung herzlich willkommen!

Trainingsort und -zeit: immer am Mittwoch von 16:00 bis 17:30 Uhr in der Sporthalle Görlitzer Str. 51, 10997 Berlin

Berliner Sparkasse spendet 1000.- Euro an PrellballProjekt!

Die Berliner Sparkasse unterstützt die Arbeit des Fördervereins PrellballProjekt Berlin e.V. mit einer Spende gleich über 1000.- Euro, die Vorstandsmitglieder Sylvia Gryszik und Benjamin Nizze nahmen den Scheck noch vor den Sommerferien dankend in der Sporthalle Marienfelde entgegen. Das PPB e.V. bedankt sich auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für diese sehr großzügige Unterstützung und veröffentlicht den Text, den die Sparkasse bereits veröffentlicht hatte: 

 

Spende für den Förderverein PrellballProjekt Berlin e.V.

Prellball… eher eine Randsportart in Berlin, in einigen anderen Bundesländern aber durchaus salonfähig.

Ein Mannschaftssport, der zu den Rückschlagspielen gehört und ähnlich funktioniert wie Volleyball: nur andersrum. Der Ball wird nicht nach oben geschlagen, sondern nach unten, geprellt. Das Prinzip ist das gleiche, Annahme, Vorlage, Angriff. Das Feld ist etwas kleiner, ebenso die Mannschaftsstärke: Gespielt wird vier gegen vier, auf Zeit, nicht nach Sätzen. Und das Netz ist ein Band, 40 Zentimeter über dem Boden. 

Ein wunderbarer Sport, der es verdient hat, gefördert zu werden: Genau das will das PrellballProjekt Berlin. In die Trainerausbildung investieren, in Schulen gehen, in die Nicht-Prellball-Abteilungen der Vereine. AGs anbieten, Schnupperstunden. Junge Spielerinnen und Spieler auch finanziell unterstützen und auch denjenigen, deren Familien es sich nicht leisten können, an überregionalen Meisterschaften wie dem Deutschlandpokal teilzunehmen, dem alljährlichen Highlight im Nachwuchsbereich. Auch, wenn in diesem Jahr für die Berliner Teams – mit Ausnahme des 4. Platzes bei der weiblichen A-Jugend – beim DLP Anfang Juni 2018 (noch) der olympische Gedanke im Vordergrund stand: Dabei sein ist alles! 

Dabei sein kann man auch im Training – Anfänger sind in jeder Altersklasse gerne gesehen, vor allem im Jugendtraining, aber auch für Erwachsene gibt es in Berlin eine Freizeitliga für „Nicht-Profis“. 

Kinder von 10 bis 18 Jahren trainieren in Marienfelde dienstags ab 18 Uhr  im Baußnernweg 8 in 12279 Berlin, die Erwachsenen am gleichen Tag und gleichen Ort ab 20 Uhr. (Ansprechpartnerin: Abteilungsleiterin Nicole Martens – nicole.martens@tsv-marienfelde.de) 

Auch in Lichtenrade findet das Training für Jugendmannschaften ab 10 Jahren dienstags statt, von 18:30 Uhr bis 20 Uhr in der Willi Haubach Oberschule in Berlin Lichtenrade. (Ansprechpartner: Abteilungsleiter Thomas Kupke – nk.iasf@yahoo.de)

Beim Charlottenburger TSV wird montags von 18:15 Uhr bis 20 Uhr trainiert, in der Schiller-Oberschule
Schillerstraße 125/127, 10625 Berlin. Gerne gesehen sind interessierte Kinder ab acht Jahren, Mädchen und Jungs. (Ansprechpartnerin Bettina Schulze – info@tsv58.de)

Womöglich wird demnächst auch vom TSV Tempelhof-Mariendorf ein Schüler- und Jugendtraining in der Sporthalle der Paul-Klee-Grundschule angeboten.

Deutsche Jugendmeisterschaften 2018 beim Charlottenburger TSV58

Bild: Die vier Deutschen Meister der Saison 18/19

Die Stimmung auf den Rängen war großartig, die Halle bestens gefüllt,  die Veranstaltung sehr gut organisiert und eine schöne Werbung für den Prellballsport: Der Charlottenburger TSV58 hat am vergangenen Wochenende die Deutschen Jugendmeisterschaften ausgerichtet, 40 Teams hatten sich dafür qualifiziert und kämpften  in vier Spielklassen um die begehrten Plätze auf dem Treppchen.

Zur DJM fanden neben etwa hundert jungen Prellballerinnen und Prellballern auch überraschend viele Fans den Weg nach Berlin: Alleine die A-Jugend aus dem 700 Kilometer entfernten pfälzischen Rieschweiler reiste mit über 20 Schlachtenbummlern an, inklusive des Ortsbürgermeisters. Keine ganz leichte, aber sehr gut bewältigte Aufgabe für das Organisationsteam des TSV um Bettina Schulze und Benjamin Nizze, das nicht nur auf viele Helfer aus der eigenen Prellballabteilung bauen konnte, sondern auch auf Unterstützung aus dem Gesamtverein und einigen anderen Berliner Prellball-Clubs.

Der sportlich erfolgreichste Club der Meisterschaft war der MTV Eiche Schönebeck aus Bremen, der sich sowohl in der weiblichen A-, als auch in der C-Jugend erneut den Titel sicherte.  Die C-Jugend von Trainerin Inge Mahler setzte sich selbst nach einer frühen Verletzung ihrer Spielmacherin nicht nur im Finale, sondern auch in allen Begegnungen zuvor ganz souverän durch und bewies herausragende spielerische Klasse. Dabei gab es durchaus achtbare und nicht ganz schlechte Konkurrenz – zum Beispiel von den Teams aus Meinerzagen, dem Endspielgegner, von Aschen-Strang und dem TV Sottrum.

Die spielerisch leider am schwächsten besetzte Klasse war die der männlichen Schüler C, wo der TV Sottrum in einer eigenen Liga spielte. Das äußerst homogene Team aus Niedersachsen war allen Gegnern sowohl körperlich, als auch technisch so überlegen, dass es nie auch nur ansatzweise in die Nähe einer Niederlage kam. Auch der Endspielgegner TV Freiburg-St. Georgen konnte Sottrum kaum Paroli bieten. Allerdings traten die meisten Mannschaften mit Spielern an, die auch noch im nächsten oder in den nächsten Jahren in der C-Jugend spielen dürfen und sicherlich noch Steigerungspotential haben.

Erfreulich, dass hier mit dem SC Ohorn ein durchaus talentiertes Team aus den Neuen Bundesländern an den Start ging. Der Berliner Vertreter aus Lichtenrade landete in der Vorrunde noch auf Platz zwei, konnte am zweiten Tag verletzungsbedingt aber nur noch zu dritt auflaufen und hatte entsprechend keine Chance mehr auf ein durchaus mögliches Halbfinale.

Zu dritt ging auch der Berliner TSV Marienfelde in der weiblichen A-Jugend an den Start, kämpfte bravourös, verpasste den Einzug ins Semifinale dann aber hauchdünn durch eine knappe Niederlage gegen den MTV Wohnste nach Verlängerung. Am Ende landete das Team auf Rang fünf.

Im Endspiel landeten die Vertreter aus Schönebeck und Winterhagen: Zwei großartige Mannschaften, die sich, vor allem in der 1. Halbzeit, einen großartigen Schlagabtausch auf ganz hohem Niveau lieferten. Beim Spielstand von 13:13 ging es in Abschnitt zwei, wo sich die Bremerinnen dann aber sukzessive absetzen und die Begegnung am Ende verdient gewinnen konnten. Während Eiche allerdings in der kommenden Saison in die Frauenklasse wechseln muss, hat Winterhagen noch die Möglichkeit, 2019 den Titel in der A-Jugend perfekt zu machen. Auch Sottrum auf dem Bronzerang und Wohnste auf Platz vier zeigten bei diesen Meisterschaften eine wirklich starke Leistung.

Das leistungsmäßig homogenste Teilnehmerfeld trat in der männlichen A-Jugend an. Keine wirklich herausragende Mannschaft, aber etliche sehr gute! Beweis dafür war der TV Altenbochum, der überraschend auf dem letzten Platz landete, obwohl die Mannschaft in der Vorrunde noch zu den möglichen Halbfinalkandidaten zählte. Auch das Berliner Team aus Marienfelde auf Rang neun hatte durchaus das Potential, mit der Leistung vom zweiten Tag am ersten Tag in die Endrunde einzuziehen.

Nachdem sich Meinerzagen gegen Rieschweiler Bronze erkämpfte, standen sich in einem würdigen A-Jugend-Finale der letztjährige Deutsche Meister aus Aschen-Strang und das Team vom SV Weiler gegenüber, das in der Vorrunde gegen Aschen noch mit 32:33 den Kürzeren gezogen hatte. Letztlich sicherte sich knapp, aber verdient, in einem sehr guten Spiel das etwas homogenere Quartett aus Weiler den Titel und sorgte dafür, dass zumindest eine Goldmedaille dieser Meisterschaften nicht in den hohen Norden, sondern in den tiefsten Süden, ins Allgäu, ging.

Bild: Szene aus dem Endspiel der A-Jugend: Aschen gegen Weiler.